Vor 20 Jahren haben wir eine kleinen Artikel in der ‘Wiener Stadtchronik’ (Verlag Brandstätter) entdeckt: Ein Wiener Beamter, der die k.k. Monarchie bereist hatte und dadurch berühmt wurde, dass er überall mit schwarzer Farbe seinen Namen hinterliess.
Kyselak schrieb seinen Namen nicht einfach auf, sondern gestaltete ihn in einprägsamen Buchstaben.
Klar, dass dieser Sonderling für die Graffiti-Szene eine Ikone ist, die ihr „tag“ schon im Biedermeier gesetzt hat.
Einige dieser Signaturen haben sich bis heute erhalten, einige sind in zeitgenössischen Darstellungen oder Beschreibungen überliefert.
Wir stellten fest, dass Kyselak immer noch bekannt war und dass es viele Anekdoten gab, aber kaum gesicherte Fakten.
Wir begannen zu recherchieren und fragte Jeden, der sich zu dieser Sache geäußert hatte. Wir gingen allen Hinweisen nach und nach nur einem Jahr Recherche gaben wir den originalen Text heraus – zum ersten Mal ungekürzt seit 180 Jahren.
Auch das Fernsehen (ORF) hatte Interesse und wir konnten eine TV-Dokumentation gestalten.
Seit damals hat uns Kyselak nicht mehr losgelassen. Im Jubiläumsjahr 2025 gingen wir erneut dem Phänomen i·KYSELAK nach. Die Ergebnisse dieser neuen Recherche sind im Kommentarband “Das Phänomen i·KYSELAK” zu finden. Kyselaks Text haben wir ungekürzt, zeilengetreu und in vier handliche Bände aufgeteilt, publiziert.
Wir veranstalten Events, um das Projekt bekannt zu machen – denn wir sind überzeugt davon, dass es noch Einiges zu entdecken gibt.